Militär

Was für ein Verlust
Donnerstag, 11. September 2014
Oz Mendelovich war 21 Jahre jung, als ihn eine Kugel direkt am Hals erwischte. Mutter Osnat hatte es unbewusst geahnt, seltsame Halsschmerzen plagten sie an diesem Tag. Die Frau Anfang vierzig wirkt gefasst. Oz, ein hübscher Junge mit sportlicher Figur und dunklem Haar, ist überall im Wohnzimmer des Hauses in Atzmon Segev im Norden Israels präsent. Porträts von Oz in Uniform hängen an den Wänden. Nur noch sechs Monate Wehrdienst lagen vor ihm, als er am 20. Juli starb.
Kämpfe an Israels Golangrenze im Norden
Dienstag, 9. September 2014
Wieder einmal wurde gestern ein israelischer Soldat auf den Golanhöhen von einem so genannten verfehlten Schussfeuer von der syrischen Seite aus verletzt. Die Kämpfe in den Golanhöhen zwischen den islamischen Al-Nusra-Extremisten, der Freien Syrischen Armee und der syrischen Islamischen Front gegen das Assad-Regime gehen in voller Heftigkeit weiter. Welche der Rebellengruppen geschossen hat, ist derzeit noch unklar. Fast täglich fallen Granaten und Mörser aus Versehen auf Israel.
Deutsches U-Boot auf dem Weg nach Israel
Donnerstag, 4. September 2014
Bei einer Rede vor Absolventen der Marineausbildung gab Generalmajor Ram Rothberg bekannt, dass das vierte U-Boot aus Deutschland seinen Hafen in Kiel verlassen hat und sich auf dem Weg nach Israel befindet. Er fügte hinzu, dass Boot der Delphin Klasse mit dem Namen Tanin (Krokodil auf hebräisch) „tiefer, weiter und länger“ tauchen könne.
Die wirtschaftlichen Kosten des Kriegs in Gaza
Dienstag, 2. September 2014
71 Israelis, darunter vier Zivilisten und ein kleiner Junge im Alter von vier Jahren, haben ihr Leben im Gazakrieg gelassen. Israel hat aber auch einen hohen wirtschaftlichen Preis für seinen Kampf gegen die Hamas zahlen müssen. Israelische Ministerien haben angekündigt ihre Budgets zu kürzen, um die Kosten des Krieges zu tragen. Die Regierung hatte schon vor der Mililäraktion Schwierigkeiten gehabt den Staatshaushalt in den Griff zu bekommen und muss jetzt harte Maßnahmen ergreifen.
Philippinische Blauhelme haben Befehl verweigert und nicht kapituliert
Dienstag, 2. September 2014
Das philippinische Militär hat bekanntgegeben, dass der UN Kommandant ihrer Truppen auf den Golanhöhen dem philippinischen Kontingent befohlen hatte zu kapitulieren als sie von syrischen Rebellen angegriffen wurden. Es fordert weiterhin, dass der UN Kommandant, der den Befehl zur Kapitulation gegeben hat, vor ein Untersuchungsgericht gestellt wird.
UN-Friedenstruppen flüchten aus Syrien ins sichere Israel
Montag, 1. September 2014
Fast alle großen israelisch-arabischen Konflikte kommen irgendwann zum gleichen Punkt: Die internationale Gemeinschaft sendet Friedenstruppen, die als Puffer zwischen dem jüdischen Staat und den feindlichen arabischen Kräften fungieren sollen, um etwaige künftige Kriege zu verhindern. Das Problem: Immer, wenn es brenzlig wird, fliehen die Blauhelmsoldaten. Dies hat sich beim jüngsten Konflikt auf den Golanhöhen erneut gezeigt.
Sieben israelische Soldaten sind noch in Lebensgefahr
Freitag, 29. August 2014
In israelischen Krankenhäusern werden derzeit noch 61 Soldaten behandelt, die während der Militäroffensive „Starker Fels“ verletzt worden waren. Sechs von ihnen schweben nach Militärangaben in Lebensgefahr. Heute starb Netanel Matman (22) an seinen schweren Verletzungen. Der Soldat aus Gan Yavne kämpfte in Gaza. Bei einem Wochenendaufenthalt geriet er Zuhause in einen Raketenangriff.
Netanjahu: Wir haben die Hamas hart getroffen
Donnerstag, 28. August 2014
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich erstmals seit Inkrafttreten des neuen Waffenstillstands im Gazastreifen an die israelische Nation gewandt. In einer Pressekonferenz, die live im Fernsehen übertragen wurde, bezeichnete er die Gaza-Militäroffensive als militärischen und diplomatischen Erfolg: „Die Hamas wurde hart getroffen, und sie hat keinen einzigen Punkt erreicht, den sie als Bedingung für eine Waffenruhe gefordert hatte“, unterstrich der Ministerpräsident, der von Verteidigungsminister Yaalon (Mitte) und Militärchef Ganz unterstützt wurde.
Dschihadisten erobern Grenzübergang zu den Golanhöhen
Donnerstag, 28. August 2014
Mit der Feuerpause im Süden hat der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen aufgehört. Aber seither wird Israels Norden von Syrien aus mit Raketen beschossen. Ein israelischer Offizier wurde dabei verletzt. Die israelische Artillerie reagiert auf die Raketenangriffe aus dem Nachbarland. Israel macht dafür das Assad-Regime in Damaskus verantwortlich. Rebellen aus Syrien haben den Grenzübergang Quneitra zu den Golanhöhen erobert.
Die Hamas feiert ihren Sieg, Netanjahu schweigt
Mittwoch, 27. August 2014
Der neue Waffenstillstand zwischen Israel und den radikal-islamischen Terrorgruppen im Gazastreifen hat die erste Nacht gehalten. In den Palästinensergebieten feierten die Menschen in der Nacht den Sieg der Hamas (Foto). Die neue Vereinbarung war von Palästinenserpräsident Abbas in Ramallah verkündet worden. Israels Ministerpräsident Netanjahu äußerte sich zunächst nicht. Er wurde sowohl von rechten als auch von linken Abgeordneten scharf kritisiert.
Geheimdienst-Bericht: Hamas zählt tote Terroristen als Kinder
Mittwoch, 27. August 2014
Die Hamas hat Terroristen, die im Krieg mit Israel ums Leben kam, in offiziellen Statistiken als getötete Kinder angegeben. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des israelischen Geheimdienstes. Die Hamas habe den Todesopfern gefälschte Identitäten zugeschrieben, um die Tatsache zu verschleiern, dass es sich um bewaffnete Kämpfer handelte. Der Bericht wurde vom Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center (ITIC) veröffentlicht.
Erbitterte Angriffe vor neuer Waffenruhe fordern Todesopfer
Dienstag, 26. August 2014
Zwischen Israel und den Terrorgruppen im Gazastreifen ist am Abend ein neuerlicher Waffenstillstand in Kraft getreten. Bis wenige Minuten davor griff die Hamas vom Gazastreifen aus an und überschüttete Israel mit einem Hagel von Raketen und Granaten. Dabei kam in der Region Eschkol ein Israeli ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Die israelische Luftwaffe griff ein weiteres Hochhaus im Gazastreifen an. Dabei soll es angeblich drei Tote gegeben haben.