Schass will in einigen Monaten Koalition verlassen

Dienstag, 26. Februar 2008 |  ih Redaktion
Die sefardisch-orthodoxe Schass-Partei wird wahrscheinlich in einigen Monaten die Regierungskoalition Olmerts verlassen, aber erst nachdem einige politische Gewinne eingeholt werden konnten. Beobachter der Partei und Personen, die der Schass Partei oppositionell gegenüberstehen, sind der Meinung, dass diese Absicht nicht gelingen würde. So will Schass u.a. die Erweiterung der Authorität des Rabbinatsgerichts, weiter die Einschränkung des Zugriffs zu Internetseiten,die pornografische Inhalte haben sowie die Höhe des Kindergelds wie es vor der Reform war. Schass steht unter starkem Druck des religiösen Lagers, das fordert, dass die Partei die Koalition so schnell wie möglich verläßt, bevor Olmert es gelingt, zu großzügige Konzessionen gegenüber den Palästinensern zu machen. Olmert will nur langsam den Wünschen der Schass-Partei nachkommen, um sie so lange wie möglich in der Koalition zu behalten. Jossi Elituv, ein in vielen Kreisen gelesener politischer Kommentator, der sich auf die Schass-Partei spezialisiert hat, schrieb vor kurzem einen offenen Brief an die Abgeordneten der Partei, und warnte sie, dass Olmert sie nur ausnutze, um Jerusalem aufteilen zu können.

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