Israelisch-Britische Beziehungen angeknackst

Dienstag, 15. Dezember 2009 |  nai news
Vergangenen Samstag wurde gegen die israelische Oppositionsführerin Zippi Livni in Großbritannien ein Haftbefehl erlassen. Ein britisches Gericht hatte ihn ausgestellt, nachdem eine Klage eingegangen war, die Livni beschuldigt, für Kriegsverbrechen verantwortlich zu sein, die sich während der israelischen Gazaoffensive vor einem Jahr zugetragen haben sollen, denn zu dieser Zeit hatte sie noch das Amt als Außenministerin inne. Livni sagte daraufhin ihre geplante dreitägige Reise in das Land ab. Der Haftbefehl wurde zurückgezogen, nachdem bekannt wurde, dass Livni nicht ins Land einreisen würde. Das israelische Außenministerium gab gestern eine offizielle Stellungnahme zu dem Fall ab. „Wir weisen die zynischen legalen Schritte des (englischen) Gerichts gegen Zippi Livni zurück, die von radikalen Elementen initiiert worden sind“, hieß es. „Wir wollen darauf hinweisen, dass sich Israel und Großbritannien mitten in einem gemeinsamen Kampf gegen den globalen Terror befinden. Wir rufen die britische Regierung auf, ihre Zusagen einzuhalten und den Mißbrauch des britischen legalen Systems gegen Israel und seine Bürger ein für alle Mal zu verhindern.“ Israel warnte zudem, dass die Beziehungen beider Länder nachhaltig geschädigt werden könnten, sollte diese Situation nicht geklärt und wiedergutgemacht werden.

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