Israelisch-arabischer Abgeordneter nimmt an Zeremonie in Auschwitz teil

Mittwoch, 27. Januar 2010 |  ih Redaktion
Der heutige Besuch und die Gedenkzeremonie im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz sorgt für Kritik von Arabern und Juden. In der Delegation von Ministerpräsident Netanjahu befindet sich auch der israelisch-arabische Abgeordnete Mohammed Barakeh, der ebenfalls an dieser Zeremonie teilnehmen wird. Die arabische Kritik verdeutlicht das zögernde Verhalten, den Holocaust am jüdischen Volk anzuerkennen, aus Angst, die eigene Geschichte und die „Unterdrückung“ durch Israel dadurch zu verlieren. Barakeh will in Polen die israelische Politik gegenüber den Palästinensern anprangern, aber andererseits ist er der einzige arabische Abgeordnete, der die Araber auffordert, den Holocaust anzuerkennen. Aus den jüdischen Reihen wurden Stimmen laut, dass der Versuch, den Zustand der Palästinenser mit dem Nazi-Holocaust zu vergleichen, offensiv und unannehmbar sei. Ministerpräsident Netanjahu besuchte mit seiner Frau Sara in Warschau die Stätte des Warschauer Judenaufstandes und schrieb ins Gästebuch, dass das israelische Volk seine Lektion gelernt habe. Er zog eine Verbindung des Holocausts zum Vorhaben des Iran, Atombomben zu bauen, die Irans Diktator Ahmadinedschad gegen Israel einsetzen will, um Israel vom Erdboden zu vertilgen.

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