Orthodoxe: „Wir werden weiterhin am Josephgrab beten!“

Mittwoch, 27. April 2011 |  ih Redaktion

Benny Machlev, der Leiter der regelmäßigen heimlichen Gebetstreffen am Josephgrab gab bekannt, dass sich weiterhin jüdische Gläubige zu der heiligen Stätte begeben werden. Die Gruppe von Breslauer chassidischen Juden sehe sich besonders nach dem brutalen Tod von Ben-Yosef Livnat am vergangenen Samstag aufgefordert, den Ort auch weiterhin zu besuchen. Der Familienvater war von Unbekannten erschossen worden. Der neue Oberrabbiner von Samaria, Elyakim Levanon, rief seine Schützlinge dazu auf, das im Palästinensergebiet liegende Grab nicht mehr zu besuchen, ohne das zuvor mit der israelischen Armee abzusprechen. „Rabbiner, die ihre Studenten dorthin schicken, sind sich der Gefahr der Situation in Nablus nicht bewusst und gefährden die Leben ihrer Anhänger“, so der Rabbiner im Radio „Kol Hai“. Benny Machlev hat jedoch verkündet: „Wir werden das Grab unserer Vorfahren nach wie vor besuchen, denn wir wollen nicht nur an der Stätte beten, sondern sie auch beschützen. Wir nehmen in Kauf, dass dies gefährlich ist, aber wir dürfen die Kontrolle darüber nicht ganz verlieren.“ Machlev zufolge besuchen rund 400 Beter das Grab im Monat heimlich und ungeschützt von der israelischen Armee. Die zugelassene monatliche Anzahl der Beter beträgt 700 bis 900 Menschen. Aber dies ist gerade zu den Feiertagen besonders den Breslauer Chassidim nicht genug.

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