Überflutet das Tote Meer das beliebte Touristenziel Ein Bokek?

Donnerstag, 28. April 2011 |  ih Redaktion

Im Jahr 2017 soll Forschern zufolge das Tote Meer bei der Ferienoase Ein Bokek über die Ufer treten. 1965 hat die Firma „Dead Sea Works“ ein gigantisches Salzverdunstungsbecken mit 80 Quadratkilometern Durchmesser zur Gewinnung von Kalisalz aus dem Toten Meer angelegt. Kalisalz wird zur Herstellung von Dünger genutzt. Bei diesem Prozess sinkt das Salz zum Boden und hebt dabei den Meeresspiegel am südlichen Teil des Toten Meeres. Trotz Warnungen, dass sich das Niveau des Wassers über die Jahre erhöhen würde, hat man dort 1970 die Touristenoase Ein Bokek gebaut. Über die Jahre gab es weitere Warnungen bezüglich der Flutgefahr, jedoch wurden diese von der israelischen Regierung und den Verantwortlichen in Ein Bokek bisher ignoriert. Das beklagen Umweltschützer. Man hat nun vorgeschlagen, das Salz aus dem Becken zum nördlichen Teil des Meeres zu verfrachten, denn dort könne die Erhöhung des Meeresspiegels keinen Schaden anrichten. Bei der Frage, wer das bezahlen soll, scheiden sich jedoch die Geister. Umweltgruppen haben erklärt, dass diese Angelegenheit schon 40 Jahre lang vernachlässigt worden sei und jetzt die höchste Alarmstufe gelte. Das Tote Meer steht derzeit besonders im Blickpunkt: Am 11. November diesen Jahres soll entschieden werden, ob es in den Kreis der sieben neuen Weltwunder aufgenommen wird.

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