Israel muss eigenes Gas erschließen

Montag, 18. Juli 2011 |  Nettanell

Vergangene Woche wurde die Gas-Pipeline zwischen Ägypten und Israel sowie Jordanien zum vierten Mal dieses Jahr bombardiert. Alle Anschläge wurden durchgeführt nachdem Hosni Mubarak durch die Revolution seines Amtes enthoben wurde. Der Kauf des ägyptischen Naturgases durch Israel diente hauptsächlich dazu, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die im Camp-David-Friedensabkommen ihren Ursprung haben, zu stärken. Damit kann Israel relativ billig und sauber eine alternative Energiequelle nutzen, die dem Nachbarland wiederum ein bedeutendes Einkommen einbringt. Energieexperten sind jetzt der Meinung, dass die jüngste Explosion schweren Schaden angerichtet hat und es eine geraume Zeit dauern wird, bis das Gas wieder nach Israel strömen kann. Und selbst dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis dort die nächste Bombe hochgeht. Das führte nun auf Israels Seite zu der Überlegung, dass es wahrscheinlich an der Zeit sei, sich nicht mehr auf Ägypten für so eine große Menge an notwendiger Energie zu verlassen. In der nächsten Zeit könnte Israel dies überbrücken, indem „schmutzige“ Energiequellen wie Kohle oder Dieseltreibstoff zur Stromherstellung genutzt werden. In der Zukunft könnten die vor einiger Zeit im Mittelmeer gefundenen enormen Gasfelder die Lieferung aus Ägypten mit Leichtigkeit ersetzen. Andererseits würde sich dies nicht gut auf die Beziehungen zu Ägypten auswirken, die bereits jetzt angespannt sind. Die Moslemische Brüderschaft spielt eine immer prominentere Rolle in der politischen Führung des Nachbarlandes. Uzi Landau, der Minister für nationale Infrastruktur sagte im Militärradio, dass die wichtigste wirtschaftliche Beziehung zwischen Israel und Ägypten langsam erodiere.

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