Chefunterhändler Erekat droht mit Auflösung der Autonomiebehörde

Dienstag, 26. Juli 2011 |  Tommy Mueller

Wenn es der Palästinensischen Autonomiebehörde nicht gelingt, einen eigenen Staat zu gründen, sollte sie sich auflösen. Das hat der palästinensische Chefunterhändler bei den Verhandlungen mit Israel, Saeb Erekat (Bild), in einer Rede in Istanbul unterstrichen. Seine Warnung ging an die Adresse des jüdischen Staates und der USA: Sollte sich die Autonomiebehörde auflösen, wäre der Weg frei für eine Machtübernahme des sogenannten Westjordanlandes durch islamistisch-fundamentalistische Gruppen. Israel und die USA hatten sich gegen eine einseitige Ausrufung eines Palästinenserstaates gewandt. Sie warfen den Palästinensern vor, sie wollten dadurch Friedensverhandlungen vermeiden, bei denen von ihnen Zugeständnisse erwartet würden. Erekat warnte nun die USA, durch ihr Veto bei den Vereinten Nationen die für September geplante Gründung von „Palästina“ zu verhindern. Die Palästinenser beharren auf ihrer Forderung, einen eigenen Staat in den Grenzen von 1967 auszurufen, mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Erekat bezeichnete es als „Berufung“ der Autonomiebehörde, für die Unabhängigkeit der Palästinenser zu sorgen.

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