Yuli Edelstein am Grab der Patriarchen

Mittwoch, 16. November 2011 |  Anja

Nur wenige Tage vor Sabbat Hebron besuchte Yuli Edelstein(Bild links), Minister für Information und Diasporaangelegenheiten, das Grab Abrahams (Höhle Machpela) in der Altstadt Hebrons. Edelstein betonte, die Bedeutung des Grabes für „Juden und die Anhänger anderer Religionen. Es gab Zeiten, in denen die Stufen gezählt wurden, die ein Jude zum Grab hochgehen durfte“, erinnert er. Erst seit 1967 dürfen Juden das Grab Abrahams wieder betreten. Umso mehr erschrecken gläubige Juden die Entwicklungen, die sich scheinbar seit der Aufnahme der Palästinensischen Gebiete in die UNESCO abzeichnen. „Die Palästinenser nutzen diese Entscheidung, um historische Stätten für sich zu beanspruchen und zu behaupten, dass zum Beispiel die Machpela nichts mit Juden zu tun hätte.“ Umso mehr solle die Verbindung der Juden mit dem Grab Abrahams gezeigt werden. Dazu dient auch der kommende Samstag, wenn wieder Tausende Juden zum Grab der Patriarchen und Matriarchen fahren, um Abrahams Kauf dieses Grundstückes vor knapp 4000 Jahren zu feiern. An diesem Schabbat wird der Wochenabschnitt der Tora „Das Leben von Sarah“ gelesen, indem Abraham die biblische Grabstätte für 400 Schekel kaufte. An diesem Tag ist die gesamte Stätte für alle Juden zugänglich, normalerweise ist das Grab zwischen Juden und Moslems streng getrennt. „Die Palästinenser haben nicht beantragt, dass die Machpela auch für sie selbst wichtig ist“, kritisiert Edelstein. Sie würden den Anspruch der Juden auf die heilige Stätte völlig ablehnen, so der Minister. „Es geht nicht um Kooperation, sondern darum, die Verbindung der Juden mit der Machpela auszulöschen.“ Die Sorge schwingt mit, dass das Grab Abrahams unter palästinensische Verwaltung fällt und sich die Situation von vor 1967 wiederholt. „Die Freiheit, zu beten und seine Religion auszuüben ist nur unter jüdischer Verwaltung möglich“, ist Edelstein sicher. Edelstein äußerte außerdem die Sorge, dass mit dem palästinensischen Beitritt zur UNESCO historische Artefakte unter palästinensische Verwaltung fallen und die Palästinenser schließlich Artefakte zerstören, die die jüdische Verbindung mit dem Land belegen. „Anders als die Palästinenser werden wir die Werke vertreten, für die die UNESCO gegründet wurde“, verspricht Edelstein.

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