Palästinenser legen UNO-Antrag vorerst auf Eis

Freitag, 18. November 2011 |  Aviel Schneider / Tommy Mueller

Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas ist offenbar bereit, seinen Antrag auf Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen bis Ende Januar 2012 auf Eis zu legen. Voraussetzung sei, dass die USA und Israel die gestoppten Überweisungen von Finanzhilfen und Steuergeldern an die Palästinensische Autonomiebehörde wieder aufnehmen. Dies haben israelische wie auch britische Quellen bekannt gegeben, nachdem der enge Berater von Ministerpräsident Netanjahu, Rechtsanwalt Itzhak Molcho, mit amerikanischen und palästinensischen Repräsentanten in London zusammengetroffen war. Der Antrag der Palästinenser hat derzeit ohnehin keine Aussicht auf Erfolg. Ihr Anliegen findet keine Mehrheit im Sicherheitsrat und würde deshalb auch ohne das angekündigte Veto der USA scheitern. Seit knapp drei Jahren verweigern die Palästinenser jegliche Verhandlungen mit der Regierung Netanjahu. Sie begründen dies mit dem jüdischen Wohnungsbau in Ost-Jerusalem und in den sogenannten besetzten Gebieten. Der Weg über die Vereinten Nationen erschien ihnen offenbar einfacher als die schwierigen Verhandlungen mit der israelischen Regierung, die auch von ihnen Zugeständnisse erwartet.

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