Israelische Partei für Schließung der Flüchtlingsbehörde

Montag, 21. November 2011 |  Michael Schneider

Eine neue Initiative seitens Israels Atzma'ut-Partei ruft zur Auflösung der Flüchtlingsbehörde UNRWA der UNO und der Schließung ihrer Büros im Land auf. Die Gründe dafür liegen in den einseitigen und pro-palästinensischen Kriterien zur Definition eines „Flüchtlings“. Demnach werden alle Nachkommen der Palästinenser, die 1948 ihre Wohnorte verliessen, auch zu „Flüchtlingen“ erklärt. Somit spricht die UNO von fünf Millionen palästinensischen Flüchtlingen, aber Israel nur von einer Viertelmillion. Dieser Sonderstatus gilt aber nur für die Palästinenser, denn überall in der Welt gilt: „allein derjenige, der geflüchtet ist“. Das bedeutet, dass dieser Status-Quo „nur auf eine Person bezogen ist und nicht vererbt werden kann“. Die pro-palästinensiche UNO-Behörde UNRWA sei Israel zufolge ein Hindernis im Friedensabkommen. Dennoch, so Israel, solle man den Palästinensern weiter Hilfe anbieten. Aber einseitige Entscheidungen machen dies fast unmöglich.

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