56 Prozent der Palästinenser sind gegen bewaffneten Widerstand

Montag, 28. November 2011 |  Kerstin Braun

Das palästinensische Zentrum für Medien und Kommunikation in Jerusalem (JMCC: Palestinian Jerusalem Media and Communications Center) hat die Einstellungen der Palästinenser zu Israel, den USA und der internationalen Gemeinde untersucht. Die Studie wurde Ende November mit 1200 Palästinensern über 18 Jahren aus dem so genannten Westjordanland und dem Gazastreifen durchgeführt. Die Unterstützung der Palästinenser für die Fatah und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat seit dem Gilad Schalit-Abkommen nicht nachgelassen. 86 Prozent der Befragten haben ihre volle Zufriedenheit mit dem Resultat des Deals geäußert. Wenn heute unter den Palästinensern Wahlen wären, würden die militante Hamas mit 65 Prozent die moderate Fatah besiegen.
In Bezug auf einen bewaffneten Kampf mit Israel stellten sich 56,3 Prozent dagegen, im August 2008 waren es 45,5 Prozent. Die Zahl derjenigen, die Terroranschläge unterstützen ist von 49,5 Prozent (August 2008) auf 29,3 Prozent (November 2011) gesunken. 40,8 Prozent sehen Raketen, die aus Gaza auf Israel abgefeuert werden, als hemmend für ein Friedensabkommen. Die internationale Unterstützung sehen die Befragten eher negativ - 41,6 Prozent stimmten zu, dass die internationale Gemeinde den Friedensprozess eher verschlechtere, als voranbringe. Nur 4,9 Prozent glauben, dass US-Präsident Barack Obama zum Frieden beitragen könne, im Juni 2009 waren es noch 35,4 Prozent.

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