Rivlin: „Baut in Judäa und Samaria und ehrt damit die Familie Fogel"

Donnerstag, 1. März 2012 |  Michael Schneider

Knessetsprecher Reuven Rivlin (Likud) sprach am Mittwoch auf der Gedenkveranstaltung für die Familie Fogel, die vor einem Jahr brutal von Terroristen hingerichtet wurde. Am 11. März 2011 wurden das Ehepaar Ehud und Ruthi, ihre drei Kinder Joav (11), Elad (4) und Hadass (drei Monate; siehe Bild) in der Schabbatnacht von zwei palästinensischen Terroristen erstochen. Die Andacht fand in dem neu gebauten Beit Midrasch, dem Talmud-Studienhaus in Itamar statt. Es wurde „Mischkan Ehud“ („Stiftshütte Ehuds“) genannt, nach dem Vater der Familie.
Die Familie Fogel musste 2005 ihr Haus in Netzarim bei der Evakuierung des Gazastreifens als Friedensgeste der israelischen Scharon-Regierung verlassen. Diese Menschen sollen nachfolgenden Generationen durch ein neues Haus, das Talmud-Studienhaus, im Gedächtnis bleiben. „Wir sind heute hier in Itamar, nicht weit von dem Haus der Familie Fogel entfernt. Hier liegen Opfer und Pflanzen, Bau und Zerstörung, Tod und Leben so eng beieinander“, sagte Rivlin in seiner Rede. Laut dem Knessetsprecher sei eine Stärkung des so genannten Westjordanlandes, Judäa und Samaria, im Sinne der Toten und würde sie angemessen ehren. „Genug mit den Rechtfertigungen, dass wir in Eretz Israel bauen dürfen“ endete der Knessetsprecher und Vertreter der Netanjahu-Regierung. Israels Staatspräsident Schimon Peres, der derzeit in den USA weilt, sandte einen bewegenden Beileidsbrief.
Im vergangenen Jahr wurden 20 Babies nach den Namen der verstorbenen Mitglieder der Familie Fogel benannt, sagte Ruthis Mutter dem Nachrichtenportal Ynet.

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