120 Raketen aus Gaza in 48 Stunden

Montag, 12. März 2012 |  Aviel Schneider

Mehr als ein Dutzend Raketen sind auf Israels Negev-Gemeinden allein am Montagmorgen abgefeuert worden, fünf davon explodierten in Beerscheva. Eine Rakete schlug im Gebäude eines Kindergartens ein, niemand wurde verletzt. Dies ist schon der vierte Tag, an dem sich die israelische Armee und die palästinensischen Terroristen in Israels Süden beschießen. In der Nacht zum Montag bombadierte die israelische Luftwaffe zahlreiche Terrorzellen im Gazastreifen.
Am Purimwochenende wurden über 120 Raketen wurden am Purimwochenende aus dem Gazastreifen auf Israels Süden abgeschossen. Während der Rest der Bevölkerung Purim feierte, waren etwa eine Million Israelis im Radius bis zu 40 km um den Gazastreifen gezwungen, sich in der Nähe eines Bunker aufzuhalten. Israels Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ konnte 28 von 31 Grad-Raketen, die auf Israels Südstädte ausgerichtet waren, abzufangen. Die restlichen Raketen sind im Meer oder auf offenem Feld niedergegangen, dabei erkennt die „Eisenkuppel“ mittels Radar, dass diese keine Gefahr für Israels Städte darstellen. Solch ein Erfolg gibt Israels Regierung mehr Zeit, ohne Druck bessere Entscheidungen zu treffen. Drei Verletzte waren auf der israelischen Seite zu beklagen. Bei dem gezielten Angriff der Israelis kamen 15 Palästinenser ums Leben, die gemäß israelischer Quellen als Terroristen gelten und gezielt getötet wurden. Die jüngste Eskalation ist aufgrund der israelischen Liquidierung des Terrorchefs des palästinensischen Komitees des Volkswiderstandes (PCR, Teil des Islamischen Dschihads), Suhir Ahmed el Qaissi (49), ausgebrochen. Dabei kam auch ein weiteres Mitglied des PCR ums Leben, der palästinensische Terrorist Mahmud Hanany, der im jüngsten Geiselaustausch von Gilad Schalit aus einem israelischen Gefängnis freigelassen wurde. Dieser hat sich schriftlich wie alle anderen freigelassenen Terroristen verpflichtet, nicht mehr an Terroraktivitäten teilzunehmen.
Gemäß israelischer Quellen aus der Armee war Qaissi für den blutigen Grenzanschlag im letzten Sommer auf der Autobahn 12 Richtung Eilat mitverantwortlich, wo acht Israelis ums Leben kamen. Qassi plante einen neuen Anschlag, der von der Sinai-Halbinsel aus geführt werden sollte. Daher nutzten Israels Sicherheitskräfte die Chance, Qaissi vorzeitig zu töten. „Ob wir damit den nächsten Anschlag an der ägyptischen Grenze verhindert haben bleibt unklar“, erklärte Israels Verteidigungsminister Ehud Barak.
Israels Militär erklärte seine Bereitschaft, durch weitere Militäraktionen im Gazastreifen die Infrastruktur der Terrorverbände Islamischer Dschihad und anderer zu zerstören, falls Israel weiter vom Gazastreifen aus beschossen wird und forderte deswegen die palästinensische Zivilbevölkerung auf, sich von Terrorstützpunkten fernzuhalten.

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