Attentat vor Schule in Toulouse

Dienstag, 20. März 2012 |  Nettanell Doron

Ein noch unbekannter Täter hat in Toulouse einen 30-jährigen jüdischen Lehrer aus Jerusalem und drei jüdische Kinder im Alter von 4, 5 und 7 Jahren vor der jüdischen Schule erschossen. Die Opfer sind Rabbiner Jonathan Sandler (siehe Bild), seine Söhne Gabriel (4) und Arieh (5) und die siebenjährige Miriam Monsonego. Es handelt sich bei dem Täter höchstwahrscheinlich um einen ehemaligen Soldaten mit rechtsextremen Einstellungen. Die israelische Botschaft in Paris setzte sich mit den in Israel lebenden Angehörigen der Opfer in Verbindung und wird deren Wunsch, die Toten im Heiligen Land beizusetzen, nachgehen. Die Regierung entschied, die Särge so schnell wie möglich nach Israel überführen zu lassen und arbeitet diesbezüglich mit diplomatischen Vertretern sowie den französischen Behörden zusammen. Dieses Attentat weist auf den antisemitischen Trend in Frankreich hin, weswegen immer mehr Juden Frankreich verlassen und nach Israel einwandern. In Frankreich leben noch etwa 600.000 Juden, davon in Toulouse, dem Ort des Massakers, 20.000. Außenminister Avigdor Lieberman brachte seinen Schock über diese Tat zum Ausdruck und meinte, dass nur „eine von Dämonen besessene Person zu einem solchen schrecklichen Mord an Schulkindern fähig ist“.

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