Toulouse-Opfer in Israel begraben

Mittwoch, 21. März 2012 |  Kerstin Braun

Die vier Leichname des Massakers von Toulouse wurden nach Israel geflogen, um in Jerusalem bestattet zu werden. Nach einer Zeremonie in der Ozar HaTorah-Schule fand das Begräbnis auf dem Givat Shaul-Friedhof statt. Tausende Menschen wohnten der Gedenkzeremonie bei, unter ihnen auch der französische Außenminister Alain Juppe (siehe Bild, 2.v.r. mit dem israelischen Außenminister Danny Ayalon l.). Der Vorsitzende der französischen Juden rief die Juden in Frankreich auf, die Furcht nicht die Überhand gewinnen zu lassen. Knessetsprecher Reuven Rivlin sagte in seiner Grabrede: „In Toulouse und Jerusalem, in New York und Buenos Aires stehen Juden an unserer Seite mit Schmerz tief in ihren Herzen und Tränen in ihren Augen. Wir stehen heute vor kleinen, stillen Körpern, vor kleinen Gräbern...Das jüdische Volk wird noch vielen verrückten Mördern begegnen müssen, die keinen Unterschied machen, ob sie einen jüdischen Siedler, einen linksgerichteten Israeli oder ein Kind vor sich haben.“
Einer der Ermordeten, Rabbiner Jonathan Sandler, arbeitete in Frankreich mit lernbehinderten Kindern. Eva Sandler, seine schwangere Frau, die noch eine einjährige Tochter hat, rief die Menschen bei der Beerdigungszeremonie auf, zu beten und die Mitzvot der Torah zu befolgen. In Israel ist man über die Äußerung der EU-Außenministerin Catherine Ashton empört, die behauptete, das Massaker in Toulouse sei nicht viel anders als das der Israelis in Gaza.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.