Frankfurts neuer Bürgermeister ist jüdisch

Mittwoch, 28. März 2012 |  Michael Selutin

Am Montag wurde Peter Feldmann von der SPD in Frankfurt am Main zum ersten jüdischen Bürgermeister seit dem Jahr 1933 gewählt. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich gewinnen kann. Niemand hat damit gerechnet!”, erklärte der euphorische Sieger, der nach seinem Abitur für einen Auslandsaufenthalt nach Israel ging. „Es zeigt die Stärke unserer offenen und liberalen Stadt,” fügte Feldmann hinzu.
In Frankfurt leben heute etwa 7000 Juden, vor dem Krieg waren es über 30.000. Die Stadt war immer ein wichtiges jüdisches Zentrum und wurde 1924 bis 1933 vom jüdischen Bürgermeister Ludwig Landmann regiert. Dieser brachte neuen Glanz nach Frankfurt, indem er unter anderem das Waldstadion und großflächige Wohnprojekte errichtete. Mit der Wahl Peter Feldmanns wird die Finanzmetropole wieder einen jüdischen Bürgermeister bekommen, der hoffentlich an die Zeit vor dem Krieg anknüpfen kann.

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