„Marsch auf Jerusalem“ ohne die befürchteten Krawalle

Montag, 2. April 2012 |  Michael Selutin

Die für den „Marsch auf Jerusalem“ befürchteten blutigen Krawalle sind ausgeblieben. Am Freitag versuchten Tausende Palästinenser und ausländische Pro-Palästinenser-Gruppen vergeblich, über Israels Grenzen ins Heilige Land einzudringen. Es kam nur zu vereinzelten Ausschreitungen. Etwa 500 Palästinenser lieferten sich am Kalandia-Checkpoint zum Eingang nach Ramallah, elf Kilometer nördlich von Jerusalem, eine Schlacht mit Israels Polizei. Rund 100 Palästinenser protestierten vor dem Jerusalemer Damaskustor gegen Israel. So verlief der „Land-Tag“ mit dem „Marsch auf Jerusalem“ relativ ruhig, verglichen mit dem, was man befürchtet hatte.
Nach Angaben der Organisatoren sollten zwei Millionen „Demonstranten” an den Grenzen Israels zusammenkommen. Es erschienen insgesamt jedoch nur etwas mehr als 2000, die von der israelischen Armee relativ leicht zu kontrollieren waren. Ein israelischer Araber soll bei den Zusammenstößen umgekommen sein, auf Seiten der israelischen Armee sind keine Verletzten zu verzeichnen.
Zu Zusammenstößen kam es zusätzlich noch zwischen den Demonstranten selbst. So wurde Mustafa Barghouti, Parlamentarier der palästinensischen Autonomiebehörde und ehemaliger Präsidentschaftskandidat, von gegnerischen Fraktionen angegriffen und verletzt. Auch Mitglieder der orthodoxen, anti-zionistischen Naturei-Karta-Bewegung wurden verletzt und konnten in letzter Sekunde vor dem arabischen Mob gerettet werden.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.