Jüdische Siedler wollen Pessach-Abend in Hebron verbringen

Dienstag, 3. April 2012 |  Michael Selutin

Israels Premierminister Netanjahu hat Verteidigungsminister Barak gebeten, die Räumung des „Machpelah-Hauses” in Hebron zu verschieben, um den Bewohnern mehr Zeit zu geben, ihren Anspruch darauf nachzuweisen. Das Verteidigungsministerium hatte den Siedlern ursprünglich Zeit bis heute 15 Uhr gegeben, das Haus neben der Grabstätte der Patriarchen (Machpelah) zu verlassen. Diese aber behaupten, das Haus legal gekauft zu haben und wollen sich nicht verdrängen lassen. „Wir machen keine Vorbereitungen für eine Evakuierung und denken nicht daran, unser Haus zu verlassen,” sagte Schlomo Levinger, einer der Siedler in Hebron.
Die Affäre begann, als einige Siedler in das Haus direkt neben der Grabstätte einzogen, obwohl es als geschlossene, militärische Zone gilt. Im Evakuierungsbefehl des Verteidigungsministeriums heißt es, dass die Siedler die öffentliche Ordnung störten. Dem widersprechen diese jedoch: „Im Gegenteil, seitdem wir hier sind, ist es sehr ruhig und nichts ist passiert. Die Regierung hat noch nicht einmal damit begonnen, die Rechtmäßigkeit unseres Hauskaufs zu prüfen,” unterstrich einer der Siedler.
Eine andere Siedlerin fügt hinzu: „Es ist unglaublich, dass ein Jude nicht ein Haus in Israel kaufen kann, und noch unglaublicher, dass der Verteidigungsminister gegen den Willen der Regierung handelt. Wir sind jedoch sicher, dass niemand uns hier gewaltsam evakuieren wird. Wir wollen hier einfach in Ruhe leben, Juden sollten überall in Israel leben dürfen. Über die Pessach-Feiertage bleiben wir auf jeden Fall!”

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