„Bei Raketenangriff auf Israel würden weniger als 300 Menschen sterben“

Dienstag, 3. April 2012 |  Michael Selutin

Im Falle eines Krieges mit dem Iran würden voraussichtlich weniger als 300 Menschen in Israel durch Raketenangriffe ums Leben kommen, so eine Veröffentlichung des israelischen Sicherheitskabinetts, das ein Szenario für den schlimmsten Fall erstellt hat. Demnach seien etwa 100.000 Raketen aus dem Libanon, Syrien, dem Iran und Gaza auf Israel gerichtet. Die Möglichkeiten von Langstreckenraketen, vom Iran aus Israel zu treffen, seien jedoch begrenzt. Als Schutz gegen diese Raketen wird das Abfangsystem „Eiserne Kuppel“ eingesetzt, das stetig ausgebaut wird, sowie die vielen Bunker im Lande.
Ze'ev Bielski von der Kadima-Partei warnte hingegen, dass Israel noch nicht für einen Raketenangriff gewappnet sei, da noch viele Bunker fehlten. „Diese Bunker sind jedoch von absoluter Wichtigkeit und der Neubau geht noch viel zu langsam,” fügte er hinzu. Das Verteidigungsministerium erwiderte hingegen: „Wenn alle Einwohner das Richtige tun, wird das Risiko sehr gering sein.” Die israelischen Sicherheitsbehörden haben das richtige Verhalten nach einem Raketenangriff schon mehrfach trainiert (im Bild Rettungsteams bei einer Übung mit einer Puppe).

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