Jüdische Siedler in Hebron dürfen noch bis Ende April bleiben

Mittwoch, 4. April 2012 |  Michael Selutin

Nachdem das gestrige Ultimatum zur Räumung des „Machpelah“-Hauses (Bild) in Hebron ohne Konsequenzen ablief, erklärten israelische Regierungsvertreter, dass das umstrittene Haus neben der Grabstätte der Patriarchen nun bis zum 25. April evakuiert werden müsse. Dies wurde letzte Nacht auf einem Treffen zwischen Premierminister Netanjahu, Verteidigungsminister Barak und einigen weiteren Ministern beschlossen. Der zukünftige Status des „Machpelah“-Hauses ist noch nicht geklärt, denn obwohl dessen Kauf mitterweile als rechtmäßig anerkannt ist, ist die Entscheidung eine politische und muss von der Regierung getroffen werden. Einerseits gehört es zum Programm der Regierungspartei Likud, dass Juden in Hebron leben sollen, andererseits besteht die Angst, das sensible Gleichgewicht mit den arabischen Einwohnern Hebrons zu stören. Premierminister Netanjahu befindet sich nun in der schwierigen Situation, die verschiedenen Meinungen in seiner Regierungskoalition über das Siedlungsthema vereinen zu müssen.

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