Mehrheit der Israelis befürwortet Chametz-Verbot

Freitag, 6. April 2012 |  Michael Selutin

Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass die meisten Israelis das Verbot der Chametz-Produkte, gesäuerte Nahrungsmittel, über die sieben Pessach Tage einhält und sogar befürwortet, dass Geschäfte es nicht verkaufen dürfen. Ab Freitag ist es Juden für eine Woche verboten, Chametz zu besitzen und zu essen. Dazu muss man sein Haus von jedem Krümel Chametz säubern und so bedeutet das Pessachfest ein ganzes Stück Arbeit.
Trotzdem scheinen die Israelis an der Pessach- Tradition festhalten zu wollen. Einundsechzig Prozent der Befragten gaben an, dass man einen traditionellen Seder, die Mahlzeit am ersten Pessachabend, die nach einer genau bestimmten Ordnung abläuft, abhalten soll. Nur 1 Prozent gab an, überhaupt keinen Seder zu planen.
Jedes Jahr kommt die Diskussion vor dem Pessachfest erneut auf, ob man das Chametz auch offiziell verbieten sollte oder ob allein die Tradition ausreiche. Für manche ist es ein ungewollter staatlicher Eingriff in ihre Privatangelegenheiten, für andere stellt das Gesetz den jüdischen Charakter Israels sicher. Die große Mehrheit sieht sich trotz dieser Frage als Teil einer langen Kette von Generationen des jüdischen Volkes und erhält aus diesem Grunde die Verbindung zum jüdischen Erbe und dessen Tradition.

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