Palästinensischer Professor: „Moses führte Muslime aus Ägypten ins Gelobte Land“

Freitag, 6. April 2012 |  Aviel Schneider

Dieser Tage feiert das Volk Israel das jüdische Pessachfest und erinnert sich an den biblischen Auszug aus Ägypten. Ein palästinensischer Professor behauptet jedoch, dass Mose nicht die jüdischen Kinder Israels herausführte sondern die muslimischen. „Mose, der Muslim brachte nur die Muslime der Kinder Israels aus Ägypten“, erklärte Professor Omar Jaara von der Al Najah Universität (siehe Foto) in Nablus. Er bezieht sich auf die spätere israelische Eroberung des Gelobten Landes als die erste palästinensische Befreiung. Diese Eroberung wurde gemäß Professor Jaara nicht vom biblischen Josua durchgeführt, sondern von einem muslimischen Saul oder Talut, der ebenso den Philister Goliath erschlagen haben soll. „Wir müssen deutlich machen, dass König David in der hebräischen Bibel nicht mit David im Koran zu vergleichen ist und auch nicht mit Salomo und Josua“, fügte der Professor im palästinensischen Autonomiefernsehen hinzu. „Wir haben einen großen Führer im Koran, Saul. Dieser besiegte Goliath und bescherte den Muslimen einen großen Sieg. Die Muslime unter den Kindern Israels zogen aus Ägypten aus, weil sie dort unterdrückte Menschen waren. Doch die meisten Forscher verneinen diese Tatsache.“
In den palästinensischen Medien wird die Geschichte um das Gelobte Land wiederholt für politische Zwecke verzerrt. Es ist nicht das erste Mal, dass Palästinenser dafür biblische Figuren zu Muslimen und Palästinensern konvertieren, wie Jesus, Mose, David, Salomo und andere. Dies mag für viele Israelfreunde Irrsinn sein, aber der Punkt ist, dass der theologische Wettkampf um das Heilige Land immer radikaler wird. Schließlich geht es nur um das politische Erbrecht auf das Land und dafür verfälschen Muslime die Geschichte. Dies breitet sich aus und sickert sogar in die christlich-palästinensische Befreiungstheologie hinein.

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