Christen aus aller Welt beten zu Ostern im Heiligen Land

Montag, 9. April 2012 |  Michael Selutin

An diesem Samstag haben sich tausende gläubige Christen in der Altstadt Jerusalems versammelt, um an Prozessionen teilzunehmen.
„Wir glauben, dass Jesus am Freitag gekreuzigt wurde und am Sonntag wieder auferstanden ist, somit gilt der Samstag dazwischen als Tag der Reflektion und Hoffnung“, erklärt Ibrahim Shomali, ein palästinensischer Priester aus Beit Jala.
Der Ostermarsch beginnt an der Grabeskirche, die an der Stelle gebaut wurde, an der Jesus gekreuzigt und begraben sein soll. Die verschiedenen christlichen Konfessionen wechseln sich mit ihren Gebeten ab, so dass jede den Gottesdienst nach ihrer Auffassung abhalten kann. Danach beginnt die Prozession, angeführt von Qawwasin, palästinensischen Wächtern, die den Ostermarsch seit der Zeit der Osmanischen Herrschaft in Israel schützen. Sie tragen reich verzierte, schwarze Gewänder und schlagen mit ihren langen Stäben rhythmisch auf die Kopfsteinpflaster Jerusalems und geben so die Geschwindigkeit der Prozession vor. Hinter ihnen folgen franziskanische Mönche in braunen Kutten und danach kommt die Menge an Touristen, christlichen Israelis und Arabern.
Orthodoxe Christen und andere, die dem julianischen Kalender folgen, werden ihre Prozessionen später in dieser Woche abhalten.

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