PA-Minister: „Die Hälfte der Palästinenser sind Ägypter“

Dienstag, 10. April 2012 |  Aviel Schneider

„Jeder Palästinenser kann seine Wurzeln nachweisen. Er hat Vorfahren, die aus Saudi Arabien, Jemen, Ägypten oder anderen arabischen Ländern stammen“, sagte der palästinensische Innenminister und Minister für Nationale Sicherheit, Fathi Hammad, in einem aufgebrachten Interview im ägyptischen Fernsehkanal Al-Hekma. In diesem Gespräch kritisiert der palästinensische Minister das Verhalten der arabischen Geschwister und besonders das der Ägypter, die die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen leiden lassen. „Wie könnt ihr uns im Stich lassen und uns kein Benzin mehr verkaufen? Wir sind doch Eure Geschwister. Warum tut ihr uns das an?“ Danach fährt Hammad fort: „Die Hälfte meiner Familie sind Ägypter und 30 Großfamilien im Gazastreifen tragen den Namen El Masri was Ägypter heißt.“ Hammad zufolge sind 50 Prozent des palästinensischen Volkes Ägypter und der Rest Saudis sowie Araber aus anderen Ländern.
Wie Hammad, so widersprechen sich immer mehr palästinensische Politiker über die Herkunft und ethnische Geschichte der Palästinenser. Die Behauptung, dass die Palästinenser ein ethnisches Volk sind, wird selbst von den Palästinensern nicht ernst genommen und immer häufiger so dargestellt, wie es Fathi Hammad im Fernsehgespräch machte. „Die ägyptischen Palästinenser sind aus Städten wie Alexandria, Kairo, Dumietta und Asuwan nach Palästina umgesiedelt. Wir sind Ägypter, Araber und Moslems. Wir die Palästinenser sind ein Teil eures Volkes“, sagte Hammad dem ägyptischen Fernsehmoderator. „Allah, sei gepriesen sein Name.“
Wer im Land lebt und mit palästinensischen Familien redet, dem wird über die Wurzeln der Familie in den umliegenden arabischen Ländern berichtet. Wenn israelische Akademiker behaupten, das „palästinensische Volk“ sei eine Erfindung des ehemaligen PLO-Chefs Jassir Arafat, dann wird Israel dafür sehr oft kritisiert. Aber Tatsache ist, dass die Palästinenser diese Verdrehung der Geschichte schon selbst behaupten. Darüber hat Israel Heute über die Jahre hinweg oft berichtet. Um das Interview mit Fathi Hammad zu sehen: Klicken Sie hier!

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