Jede Stunde stirbt ein Holocaust-Überlebender

Montag, 16. April 2012 |  Michael Selutin

Der jährliche Holocaustgedenktag findet am kommenden Donnerstag statt und erinnert an die Ermordung von über sechs Millionen Juden durch die Nazis im Zweiten Weltkrieg. Zum Gedenken an die Opfer des Holocaust wird das öffentliche Leben in Israel am Donnerstag für zwei Minuten stillgelegt. Dann heulen Sirenen überall im Land und Millionen Menschen halten für einen Moment inne. Im israelischen Rundfunk wird in diesen Tagen die Wichtigkeit der Erinnerung an die schreckliche Vergangenheit hervorgehoben.
198.000 Holocaust-Überlebende leben noch im Land und jede Stunde stirbt einer von ihnen. In 20 Jahren werden keine Augenzeugen aus dieser Zeit mehr im Land am Leben sein. In den kommenden Tagen bis zum Gedenktag sprechen Holocaust-Überlebende vor Schülern, Studenten und Soldaten, um ihre persönliche Geschichte zu erzählen, so dass die neuen Generationen daraus lernen und solch ein Unglück nie wieder geschehen lassen. Besonders in einer Zeit, in der Israels arabische Feinde die jüdische Geschichte im Zweiten Weltkrieg verfälschen und den Holocaust aus politischen Gründen verleugnen. Darunter auch Palästinenserchef Mahmud Abbas, der darüber sein Doktorat geschrieben hat. Im letzten Jahr hat der staatliche Hilfsfonds die Holocaust-Überlebenden im Land mit 80 Millionen Euro unterstützt. Etwa 60.000 Holocaust-Überlebende leben unter der Armutsgrenze und werden vom Staat sowie von privaten Hilfsorganisationen versorgt. Schon ein Beitrag von 45 Euro trägt zur Unterstützung eines Holocaust-Überlebenden bei. Helfen auch Sie! Klicken Sie hier!

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