Jom HaSchoa – Holocaustgedenktag

Donnerstag, 19. April 2012 |  Rivka Abir

Israel gedenkt heute der zahlreichen Juden, die der Massenvernichtung des Naziregimes zum Opfer gefallen sind. Aus diesem Anlass fand gestern Abend die alljährliche Gedenkzeremonie in Yad Vashem, der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem, statt.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Staatspräsident Peres, Parteivorsitzende der Knesset, der aschkenasische sowie der sephardische Oberrabbiner und natürlich zahlreiche Überlebende des Holocaust befanden sich unter den geladenen Ehrengästen. Die israelische Bevölkerung nahm regen Anteil an dem Geschehen, das vom israelischen Fernsehen live in alle Wohnzimmer ausgestrahlt wurde. Die Staatsoberhäupter fügten ihren Ansprachen auch bewegende Zeugnisse aus dem eigenen Leben hinzu, danach wurden sechs Lichter, stellvertretend für die sechs Millionen ermordeten Juden, von Holocaust-Überlebenden entzündet. Die Kurzeinblicke in ihre Schicksale brachten noch einmal das Grauen in Erinnerung, ließen aber auch das Licht der Hoffnung durchstrahlen, da diese Menschen trotz oder gerade wegen ihres Leidens den Sinn im Leben nicht verloren hatten, sondern durch Gottes Kraft zu neuer Lebensfreude gefunden haben.
Den Abschluss bildeten die Lesung von Psalmen und das Kaddisch-Trauergebet durch die beiden Oberrabbiner, bevor die israelische Hymne HaTikva – „die Hoffnung“ den Schlusspunkt setzte.

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