Rückblick auf Jom HaSchoa

Freitag, 20. April 2012 |  Michael Schneider

Dieses Jahr stand der Holocaust-Gedenktag Jom HaSchoa im Zeichen "Jüdische Solidarität mit der Schoa". An der Gedenkandacht und dem Anzünden der sechs Fackeln bei der Eröffnung nahmen neben Holocaustüberlebenden auch "Gerechte unter der Nationen" und ihre Familien teil. Beim gleichzeitig stattfindenden "Marsch der Lebenden" in Auschwitz, Polen, waren dieses Jahr auch zahlreiche Israel Heute-Leser als Teilnehmer der NAI-Reise "Von Auschwitz nach Jerusalem" mit dabei. Darunter auch Kriegsveteraner der Alliierten, die KZ Auschwitz befreiten (siehe Bild; M.Kuhlmann).
In seiner Andachtsrede am Denkmal des Warschauer Ghetto-Aufstandes in Yad Vashem sprach Staatspräsident Schimon Peres über seinen Geburtsort Wischenew in Polen, wo die Juden des Ortes, darunter sein Großvater, von den Nazis in der Synagoge versammelt wurden. Die Türen wurden geschlossen und alle lebend darin verbrannt. Peres sagte: „Israel ist der lebendige Grabstein aller Juden, die ermordet wurden“...“Es waren Juden, die damals einen großen Anteil daran hatten, der Wirtschaft, der Kultur und dem Lebensstil in Deutschland zu neuen Höhen zu verhelfen... bis der Diktator aufstand, den Juden die Schuld an allen Missständen gab und beschloss, sie zu vernichten.“
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von seinem bewegenden Treffen mit Holocaustüberlebenden vor wenigen Tagen und von der neuen Gefahr aus dem Iran. Er sagte: „Ich hoffe, es kommt der Tag, an dem Israel in Frieden mit all seinen Nachbarn leben wird, an dem es keine 'Rufe zur Vernichtung' mehr gibt. Aber dieser Tag ist noch nicht da“. Er endete mit: „Am Israel Chai! Das Volk Israel lebt!" und „Der Ruhm Israels lügt nicht - nezach Israel lo jischaker“ aus 1. Samuel 15,29.

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