Israel plant Harvard-Universität in Beduinenstadt

Dienstag, 24. April 2012 |  Aviel Schneider

Israel wird in der südlichen Beduinenstadt Rahat die erste Universität in Zusammenarbeit mit der weltberühmten Harvard-Universität eröffnen. Der israelische Staatspräsident Schimon Peres war in Begleitung von Bürgermeister Fais Abu Sahiban in Rahat zu Besuch. „Ich sehe in der akademischen Zukunft von Israels Beduinenbevölkerung eine wichtige Aufgabe“, sagte Peres während seines Besuches in Rahat und überraschte seine Gastgeber mit der Idee einer akademischen Abteilung der Harvard-Universität. „Was wir in der Negev-Wüste durchführen werden, wird zum Symbol und Modell dafür werden, was überall im Land auf dem Gebiet der Gleichberechtigung zwischen Juden und Arabern geschehen wird. Ausgerechnet in Rahat habe ich Menschen gefunden, die ein hohes Interesse an der Entwicklung des Negev haben. Dies ist eine einmalige Möglichkeit, der israelischen Bevölkerung die schöne Seite der im Land wohnenden Beduinen im Lichte der Moderne vorzustellen.“
Der Beduinenbürgermeister lobte Peres für Israels Bemühungen, der Beduinenbevölkerung im Land zu helfen. „Es ist meine Vision, auch die Frauen in unserer Bevölkerung in den Arbeitskreis zu integrieren“, erklärte Sahiban. „Daher freuen wir uns, dass in der weltgrößten Beduinenstadt Rahat eine Universität errichtet wird, denn auch wir wollen einmal einen Nobelpreisträger aus Rahat haben.“ Heute leben in Rahat über 60.000 Beduinen. Somit ist Rahat nicht nur die größte unter Israels sieben Beduinenstädten, sondern auch die größte weltweit, da in den arabischen Ländern keine Städte für Beduinen errichtet wurden wie in Israel. Beduinen teilten uns mit, dass der Judenstaat viel mehr in seine Beduinen investiert, als die arabischen Länder um Israel. Über 200.000 Beduinen leben in der Wüste und 90.000 in Galiläa. Israels Beduinenbevölkerung verdoppelt sich alle 17 Jahre.

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