Israelisches Denkmal im Sinai droht zerstört zu werden

Mittwoch, 25. April 2012 |  Michael Schneider

Ausgerechnet am heutigen Jom HaSikkaron, an dem Israel seiner Kriegsgefallenen gedenkt, plant eine radikale Gruppe aus Ägypten, das „Denkmal der Zehn“ auf der Halbinsel Sinai zu zerstören. Dieses in zehn Meter Höhe ragende Denkmal ist zehn israelischen Soldaten gewidmet, deren Hubschrauber vor 30 Jahren an der Küste bei Scheich Sowaid (damals noch nach der jüdischen Siedlung Dikla benannt), südlich vom Gazastreifen, abstürzte. Die Ägypter beabsichtigen, den Granitfelsen, auf dem die Namen der Gefallenen eingraviert sind, mit Rot-Weiß-Schwarz – den Farben der ägyptischen Fahne – zu übersprühen. Ägypten verbindet nämlich mit diesem Datum 30 Jahre der „Befreiung Sinais“. Zeigen sich hier die ersten Signale der Verleugnung des Friedensabkommen? So fragen sich politische Experten in Israel.
Das Denkmal wurde vom israelischen Künstler Mordechai Kafri aus rotem Stein, der eigens dafür vom Gebirge Santa Katharina herbeigeschafft wurde, hergestellt. Dieser Stein verärgert nun diese „Sinai Aufständler“. Der Protestinitiator Mohammad Hindi äußerte sich: „Obwohl uns Polizeioffiziere von El-Arisch davor warnen, sind wir entschlossen es zu tun. Sie [die Israelis] haben auf unserem Land ein Denkmal errichtet – wir werden es in einen Friedhof für die Eindringlinge umwandeln.“
Laut Friedensvertragsabkommen hat sich Ägypten dazu verpflichtet, dieses Monument zu bewahren. Dafür genehmigt Israel zwei Gedenkstätten für ägyptische Gefallene in der israelischen Negev-Wüste. Ein weiterer junger ägyptischer Protestler sagte: „Ägypten ist ein arabisch-islamischer Staat, kein zionistischer. Es gibt keinen Vertrag mit Israel und auch keinen Frieden.“  

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