Auch Araber bauen illegale Häuser in Israel

Mittwoch, 6. Juni 2012 |  Michael Selutin

Die Jerusalemer Stadträtin Yael Antebi hat einen Brief an zwei Knessetabgeordnete geschrieben, mit der Frage, warum nur jüdische Häuser vom Abriss bedroht werden, wo doch die illegale Bautätigkeit von Arabern, vor allem in Ostjerusalem, weitaus größer sei.
„Da Sie so besorgt um die Einhaltung des Gesetzes in Beit El sind, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass das Gesetz in den Jerusalemer Stadtteilen Schuafat, Anata, French Hill, Pisgat Zeev und Neve Jaakov in vielen Fällen nicht eingehalten wird. Dort wird ohne offizielle Genehmigung gebaut und tausende Araber aus dem Westjordanland siedeln sich dort unerlaubterweise an. Dadurch wächst die arabische Bevölkerung Jerusalems rasant an. Die Anwohner dieser Stadtteile leiden sehr unter dem Zustrom und glauben schon nicht mehr daran, dass die Anarchie von der Polizei bekämpft wird. Die oben genannten Stadtteile sind eigentlich nicht mehr unter israelischer Herrschaft,“ schreibt Frau Antebi.
Die arabischen Häuser, die ohne offizielle Genehmigung gebaut werden, stehen nicht unter der Aufsicht der zuständigen Behörde und weisen teilweise grobe Mängel auf. Weiterhin werden Umweltstandards nicht eingehalten, genauso werden Störungen durch Lärm von Muezzin, Feiern und Feuerwerkskörpern nicht geahndet. Nachbarn beschweren sich immer wieder über laute Feste der Araber, die oft bis spät in die Nacht andauern und mit Schüssen und Feuerwerkskörpern begleitet werden.
Im Oktober letzten Jahres sprach Premierminister Benjamin Netanjahu auf ähnliche Weise vor der Knesset, als er sagte, „Es gibt keinen Staat im Staat, wir leben in einem Land – Israel ist ein jüdisches und demokratisches Land. Ich werde dafür sorgen, dass das Gesetz in allen Teilen des Landes auf gleiche Weise vollstreckt wird.“
Yael Antebi kann nicht erkennen, dass solche Bemühungen in der Realität stattgefunden haben, sie beendet ihren Brief mit dem Satz, „Ich habe das Gefühl, dass die Regierung das unbedingte Gehorsam gegenüber dem israelischen Gesetz nur erzwingt, wenn es um Juden geht.“

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