Aus der neuen Juli-Ausgabe:
Der Islam aus jüdischer Sicht

Freitag, 22. Juni 2012 |  Ludwig Schneider

Aus jüdischer Sicht gilt der Islam wegen seines Monotheismus zwar nicht als Götzendienst, seine Behauptung aber, mit Mohammed und dem Koran (622 n. Chr.) seien die früheren Offenbarungen – die Thora der Juden (seit 1250 v. Chr.) und das Neue Testament der Christen (ab 50 n. Chr.) – überboten und abgeschafft worden, wird von Juden und Christen strikt zurückgewiesen. Islam-Historiker sind der Meinung, dass Mohammed in Mekka und Medina mit dort lebenden Juden und Christen in Berührung kam, bei denen er das Alte und Neue Testament kennenlernte. Seine von ihm veränderte Bibelversion bezeichnete er als „Buch vom Himmel“, als Koran, d.h. „das, was rezitiert“ werden muss. Da der Islam den Text des Alten Testamentes (hebr. Tenach), im Gegensatz zu den Christen, nicht übernahm, sondern nur einzelne Inhalte in abgeänderter Form im Koran aufnahm, kann mit Moslems mangels gemeinsamer Textgrundlage kein Religionsdialog geführt werden. Auch verbietet der Koran die Freundschaft mit Juden und Christen, denn im Koran, Sure 5,56 steht „O ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht Juden oder Christen zu Freunden“. Der Name Islam heißt übersetzt „Ergebung“ in den Willen Allahs. Dabei sollte man darauf achten, zu „Allah“ nicht „Gott“ zu sagen, denn Allah ist nach biblischem Verständnis und auch sprachlich nicht Gott.

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Bild: Da nach jüdischer Auffassung der Messias durch das Goldene Tor in Jerusalem einziehen soll, er aber als Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks keinen Toten berühren darf, haben Moslems vor dem Goldenen Tor einen Friedhof angelegt, um dadurch zu verhindern, dass der jüdische Messias in Jerusalem einziehen kann.

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