Russlands Präsident Putin auf Israelbesuch

Dienstag, 26. Juni 2012 |  Michael Selutin

Am Montag ist der russische Präsident Wladimir Putin in Israel eingetroffen. Gründe für seinen Besuch sind unter anderem die Einweihung eines Mahnmals für russische Soldaten des Zweiten Weltkrieges und die Unterstützung der kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Israel. Er kam mit einer Delegation von 400 russischen Begleitern.

Unbedingt wollte der Präsident wohl die Klagemauer und die Grabeskirche besuchen, denn er kam um 1:30 Uhr morgens dort an und sagte, er wolle keine Zeit verlieren, diese zwei heiligen Stätten zu besichtigen. Sie vermittelten ein „besonderes Gefühl“ kommentierte Putin und fuhr fort, „man kann die jüdische Vergangenheit Jerusalems im Stein eingraviert sehen.“ Während seines Besuchs zeigte sich Putin sehr interessiert und stellte viele Fragen über die Geschichte der Klagemauer.

Dieser späte Besuch kam nach einem langen Arbeitstag für Präsident Putin: Zuvor traf er mit dem israelischen Präsidenten Schimon Peres, Premierminister Benjamin Netanjahu und Außenminister Avigdor Liebermann zusammen. Bei diesen Treffen wurden neben ökonomischen Themen auch die nukleare Aufrüstung des Irans diskutiert, an der Russland beteiligt sein soll. Aber auch die Lage in Syrien war ein Thema, wo israelische und russische Interessen direkt aufeinandertreffen.

Heute ist ein Besuch Putins in Bethlehem geplant, wo er ein neues russisches Kulturzentrum einweihen wird. Von dort aus wird er nach Jordanien fahren und mit König Abdullah zusammentreffen. Am Ende des Tages steht ein Ausflug zum Jordan an, zu der Stelle, an der Jesus getauft worden sein soll.

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