Israelischer Botschafter bei Konferenz des Raumes verwiesen

Donnerstag, 28. Juni 2012 |  Michael Selutin

Am Dienstag wurde der israelische Botschafter in Zypern gezwungen, eine Konferenz über Energiefragen zu verlassen. Nachdem sich der libanesische Energieminister über die Anwesenheit des israelischen Botschafters Michael Harari bei den Organisatoren beschwert und damit gedroht hatte, seine Rede nicht zu halten, wurde der Israeli gebeten, den Raum zu verlassen.

Erst nachdem Hariri das Konferenzzimmer verlassen hatte, betraten Zyperns Präsident Christofias und der libanesische Energieminister Bassil, die gemeinsam erscheinen sollten, den Raum. Der israelische Botschafter bestätigte, er habe aufgrund der Beschwerde des Libanesen den Raum verlassen müssen. Er habe sich entschieden nachzugeben, um Präsident Christofias nicht in Verlegenheit zu bringen.

Das israelische Außenministerium hatte eine offizielle Einladung zu dieser Konferenz bekommen und die Teilnahme des Botschafters zwei Wochen im Voraus bestätigt. Ein wichtiges Thema der Konferenz war die bessere Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region im Bereich Energie.

Die libanesische Nachrichtenagentur Al Manar beschreibt den Vorfall mit folgenden Worten: „Als der libanesische Energieminister Bassil zur Konferenz kam, wusste er, dass der israelische Botschafter auch teilnehmen würde. Er hatte den zyprischen Offiziellen im Voraus gesagt, dass er unter diesen Umständen nicht an der Konferenz teilnehmen würde. Bassil sagte weiterhin, die zyprischen Offiziellen hätten versucht, einen Kompromiss auszuhandeln, bei dem der Israeli bleiben würde, aber nichts sagen dürfe. Der libanesische Minister schlug dieses Angebot aus und zwang die Organisatoren seine Entscheidung zu respektieren, was dazu führte, dass das zionistische Wesen des Raumes verwiesen wurde.“

Bild: Zyprischer Präsident Christofias beim Besuch in Israel

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