DNA-Analyse: Nordafrikanische Juden stammen aus Eretz Israel

Donnerstag, 16. August 2012 |  Michael Selutin

Eine neue Genetik-Studie der Albert Einstein Universität in New York hat belegt, dass nordafrikanische Juden aus dem biblischen Land Israel stammen. Sie zeigt auch, dass diese mehr Verwandtschaft mit anderen Juden der Welt aufzeigen, als mit nichtjüdischen Nordafrikanern.

Die neueste Studie basiert auf einer älteren, die an europäischen und orientalischen Juden durchgeführt wurde. Es hat sich gezeigt, dass Juden aus Marokko und Algerien enger mit europäischen Juden verwandt sind und Juden aus Tunesien und Libyen enger mit denen aus dem Nahen Osten.

Die DNA Tests unterstützen die Theorie, dass der ägyptische König im Jahre 312 vor unserer Zeitrechnung Juden im heutigen Tunesien angesiedelt hat. Weiterhin wird die Überlieferung belegt, dass nach der Zerstörung des Tempels im Jahre 70, 30.000 Juden nach Karthago, was im heutigen Tunesien liegt, verschleppt wurden.

Harry Ostrer von der Albert Einstein Universität sieht in seinen Funden die Ansicht bestätigt, dass es genetische Gemeinsamkeiten im jüdische Erbgut gibt. Dies sei allerdings differenziert zu sehen, denn seine Untersuchung hat auch ergeben, dass die Gene äthiopischer Juden sehr weit von anderen Juden entfernt sind. So ist es wahrscheinlich, dass eine kleine jüdische Kerngruppe ihre Nachbarn zum Judentum konvertiert hat.

Bild: Marrokanische Juden auf der Wallfahrt zum Grab des Heiligen Baba Sali

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