Ahmadinedschad: Wir werden Israel bald zerstören

Montag, 20. August 2012 |  Ryan Jones

Zum x-ten mal hat am Freitag der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad öffentlich erklärt, das wichtigste Ziel seiner Außenpolitik sei die Tilgung des jüdischen Staats von der Landkarte.

„Das zionistische Regime ist ein Krebsgeschwür,“ erklärte Ahmadinedschad vor Millionen Menschen, die sich am „Al-Quds Tag“ auf den Straßen des Landes versammelten, dem Tag, an dem Israels Souveränität über Jerusalem betrauert wird.

Der iranische Führer fuhr mit folgenden Worten fort:

"Auch wenn nur eine Zelle von ihnen auf einem Millimeter des (palästinensischen) Landes übrigbleibt, wird sich die Geschichte (von Israels Existenz) wiederholen. Die Nationen der Region werden bald mit den Besatzern des palästinensischen Landes fertig werden ... einer neuer Naher Osten wird mit Sicherheit entstehen.“

Aufgrund der zunehmenden Aggression des Irans und beunruhigenden Berichten über sein Atomprogramm fürchten sich immer mehr Israelis vor einem möglichen Krieg.

Israelische Beamte sind bei der Frage eines Präventivschlags gegen die Nuklearanlagen des Irans geteilter Meinung. Einige argumentieren, dass solch ein Angriff das Atomwaffenprogramm nur aufschieben, jedoch nicht beenden würde. Andere sind der Meinung, dies sei schon genug, wie im Jahre 1981, als Israel die Atomanlagen des Iraks zerstörte.

Wieder andere machen sich Sorgen, dass ein Schlag Israels ohne vorherige Erlaubnis oder Unterstützung der USA einen Graben zwischen Israel und seinem engsten Verbündeten entstehen lassen könnte. Der israelische Botschafter in Washington, Michael Oren, sagte der israelischen Zeitung Israel Hajom jedoch, er glaube nicht, dass dies der Fall sein würde.

„Falls sich Israel entscheiden sollte, gegen den Iran vorzugehen, werden wir eine breite Unterstützung der amerikanischen Bevölkerung und des Kongresses bekommen,“ Das wiederum würde Obama und das Weiße Haus zur Unterstützung Israels bringen, so Oren.

Währenddessen sendete Israels zweiter Kanal ein besonderes Interview mit einer iranischen Frau, die aus Teheran anrief. Sie nannte sich "Schaharanz", da sie um ihre Sicherheit besorgt war und sie erzählte dem Reporter, dass die Iraner auch Angst hätten, vor allem jedoch vor ihrem eigenen Regime.

Auf persisch erklärte Schaharanz, dass die meisten der Millionen Demonstranten, die auf den Straßen nach Israels Auslöschung schrien, nicht einmal wüssten, was der Al-Quds Tag überhaupt sei. Sie erläuterte weiter, dass die Iraner von ihrem Regime sehr einseitige Nachrichten erhalten, was so weit gehe, dass viele nicht einmal wüssten, dass es letzte Woche ein schreckliches Erdbeben in ihrem Land gab.

„Die Menschen glauben, was ihnen erzählt wird,“ beschwerte sich Schaharanz und fügte hinzu, dass Regierungsbeamte die Köpfe der Menschen mit „sinnlosem Hass gegen Israel“ füttern würden.

Israel und der Iran waren einmal, vor der islamischen Revolution im Jahre 1979, enge regionale Verbündete. Viele Israelis und Iraner erinnern sich noch gerne an die warmen Beziehungen der beiden Länder und zweifeln, wie Schaharanz, nicht daran, dass diese schnell wieder erneuert werden können, wenn es denn eine andere Führung im Land gäbe.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.