Obama: Ich weiß was am besten für Israel ist

Mittwoch, 23. Januar 2013 |  nai news

US Präsident Barack Hussein Obama scheint zu glauben, dass er besser als die israelische Regierung weiß, was gut für Israel ist. Ein weiterer Beweis dafür, dass die israelisch-amerikanischen Beziehungen auch in nächster Zeit schwierig bleiben werden, wurde von einem amerikanischen Kolumnisten geliefert, der veröffentlichte, dass Obama mehrmals gesagt habe, Premierminister Netanjahu treibe Israel in die Isolation.

Jeffrey Goldberg, Korrespondent der Zeitung Atlantic, schreibt, dass Obama nicht einmal mehr ärgerlich geworden sei, als Netanjahu kürzlich ankündigte, neue Häuser in Judäa und Samaria zu bauen. Goldberg schreibt desweiteren, ein „gefühlloser“ Obama behaupte, dass „Israel nicht weiß, was in seinem eigenen Interesse sei.“

Die gesamte Affäre offenbart die typische Reaktion Washingtons auf den gescheiterten israelisch-palästinensischen Friedensprozess.

Als Palästinenserführer Abbas im November in Zuwiderhandlung schriftlicher Abkommen bei der UN die Anerkennung eines palästinensischen Staates vorantrieb, stellte sich Obama dem entgegen, aber er beschuldigte Abbas nicht, den Friedensprozess zu gefährden.

Als Netanjahu hingegen den Bau von Häusern erlaubte, machte Obama sehr deutlich, dass der israelische Premierminister den Friedensprozess behindere. Diese Doppelmoral ist schon lange Teil des „Friedensprozesses“. Obamas Bemerkungen und ihr Veröffentlichungszeitpunkt können auch als Eingriff in die israelischen Wahlen verstanden werden, um Wähler vor Netanjahu abzuschrecken.

Im Gegensatz zu vielen israelischen Politikern weiß Netanjahu genau, dass Obama im Alleingang die USA nicht gegen Israel aufbringen kann. Denn auch wenn das Weiße Haus dem jüdischen Staat feindlich gesinnt ist, sehen der Kongress und der Großteil der amerikanischen Bevölkerung die Sache genau andersherum.

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