Koalitionsfrage noch offen – Stärkung der rechten Parteien erwartet

Donnerstag, 24. Januar 2013 |  nai news

Gespannt blickt man in Israel auf Benjamin Netanjahu – welche Koalitionspartner wird er sich aussuchen, mit wem eine Koalition bilden? Der ehemalige Außenminister Avigdor Libermann, dessen Partei mit der Likud von Netanjahu fusionierte, äußerte sich jedenfalls schon einmal positiv über etliche Ansichten des Emporkömmlings Yair Lapid, der mit seinen 19 Knessetmandaten einen potentiellen Koalitionspartner darstellt. Es geht hier um den Einzug religiöser Jeschiwa-Studenten in die Armee, Preissenkungen und den Wohnungsmarkt.

Netanjahu soll sich unterdessen bereits mit Vertretern der orthodoxen Schass-Partei getroffen haben. Der Vorsitzende Eli Yishai machte allerdings in einem Interview mit dem Armeeradio heute morgen klar, dass seine Partei in ihren Grundwerten keine Kompromisse eingehen werde, dazu zähle auch die Ausnahme von der Wehrpflicht für Jeschiwa-Studenten.

Rund 220.000 Wahlzettel von Soldaten, Diplomaten und anderen Wählern, die nicht auf regulärem Weg gewählt haben, werden derzeit noch ausgezählt. Israelische Medien berichten, dass sich diese Stimmen zugunsten der rechtsgerichteten Partei „Beit Jehudi“ auszählen könnten, die einen Sitz mehr im Parlament erhalten würden. Es wird erwartet, dass in der endgültigen Sitzverteilung die arabischen Parteien einen Sitz verlieren.

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