Palästinenser-Familie verteidigt Mord: „Unser Sohn erfüllte seine Pflicht“

Donnerstag, 2. Mai 2013 |  Tommy Mueller

Die Familie des 21 Jahre alten Palästinensers Salam Zaghal, der am Dienstag den 31-jährigen jüdischen Familienvater Evyatar Borovsky erstochen hat, verteidigt die Bluttat. Gegenüber Journalisten erklärte sein Vater Ali Zaghal: „Was er getan hat, ist die Pflicht aller Palästinenser, die unter der Aggression der Armee und der Siedler leiden.“ Borovsky, ein Siedler aus Jitzhar und Vater von fünf Kindern, war an einer Bushaltestelle von hinten niedergestochen worden. Der Täter wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei verletzt und liegt im Krankenhaus. An der Beerdigung des Siedlers (Foto) hatten über 1000 Menschen teilgenommen.

Borovsky war der erste Jude seit 2011, der von einem Palästinenser im sogenannten Westjordanland (Judäa und Samaria) getötet wurde. Durch israelische Soldaten kamen in diesem Jahr bisher neun Palästinenser ums Leben, die meisten bei gewalttätigen Unruhen.

Die israelischen Sicherheitsbehörden untersuchen derzeit, ob Salam Zaghal mit dem Messerangriff auf einen Juden den Namen seiner Familie reinwaschen wollte, die in ärmlichen Verhältnissen lebt. Einer seiner Brüder soll die Israelis heimlich mit Informationen versorgt haben, was die Familie jedoch bestreitet.

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