Israels Regierung bevorzugt angeblich ein Syrien mit Assad

Dienstag, 21. Mai 2013 |  Aviel Schneider

Was bisher die ruhigste Grenze Israels war, ist in den vergangenen Monaten zur gefährlichsten Grenze geworden: die Golanhöhen im Norden. Nachdem israelische Soldaten dort in den letzten drei Nächten offenbar gezielt beschossen wurden, hat Israel nun gezielt mit Artilleriefeuer geantwortet und eine syrische Stellung zerstört. Der Bürgerkrieg in Syrien reißt Israel in eine neue Situation, in der man sich entscheiden muss zwischen dem langjährigen Regime der Familie Assad oder den syrischen Revolutionären. Laut der englischen Zeitung "Times" hat ein hochrangiger Militäroffizier zugegeben, dass die israelische Regierung den jetzigen Diktator Baschar Al Assad bevorzuge: „Besser der Teufel (Assad), den wir kennen, als die kleinen Dämonen, die eines Tages Syrien erobern könnten.“

Diese Weltanschauung begleitet Israel schon seit zwei Generationen. Aus diesem Grund war Israel immer dagegen, PLO-Chef Yassir Arafat in Jordanien, im Libanon, Tunesien oder im Gazastreifen umzubringen, obwohl es mehrmals die Gelegenheit dazu gegeben hätte. Obwohl Arafat ein Erzfeind Israels war, befürchtete man in Jerusalem, dass seine Nachfolger noch schlimmer sein könnten. Dasselbe hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von dem ägyptischen Staatspräsidenten Hussni Mubarak behauptet, bevor dieser von der radikalen Muslimbruderschaft gestürzt wurde. Netanjahu war der einzige Fürsprecher Mubaraks auf der internationalen Bühne, der die Welt vor seinen Nachfolgern warnte.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.