Israel setzt beim Tourismus auf Chinesen und evangelikale Christen

Mittwoch, 29. Mai 2013 |  Tommy Mueller

Tourismusminister Uzi Landau ist davon überzeugt, dass Israel noch weit mehr Touristen anziehen könne als bisher. Bei einer internationalen Tourismuskonferenz in Jerusalem nannte er drei Wachstumsbereiche: Neben dem nationalen Tourismus setze er auf Besucher aus China sowie auf evangelikale Christen. "Wir glauben an unser Produkt. Wir glauben an unser Angebot für Touristen. Wir sehen es ja selbst jeden Tag", unterstrich der Minister. In Europa würden sechs Prozent des Bruttosozialprodukts durch Tourismus erwirtschaftet, in manchen Ländern sogar neun Prozent. In Israel seien es bislang nur 2,3 Prozent. Landau machte darauf aufmerksam, dass Griechenland (elf Millionen Einwohner) im vergangenen Jahr von elf Millionen Touristen besucht worden sei. Israel mit rund acht Millionen Einwohnern verzeichnete dagegen 2012 nur 3,5 Millionen Gäste, und dies war bereits ein Rekordergebnis. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat möchte pro Jahr zehn Millionen Touristen in die Hauptstadt locken.

Nachdem durch ein Abkommen mit der Europäischen Union nun Billigflüge zwischen Europa und dem Heiligen Land möglich seien, werde ein Israel-Urlaub deutlich billiger als bisher, erläuterte Minister Landau. Ergänzend dazu würden verstärkt Jugendherbergen und Mittelklasse-Hotels gebaut. Israel habe viel zu bieten: "Hier liegen die Wurzeln der jüdischen und der christlichen Religion. Hier lebten die Propheten, hier wurde die Bibel geschrieben, und hier gab es Ereignisse, die die Weltgeschichte prägten," unterstrich der Tourismusminister.

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