Homo-Doppelmord: Religiöse zu Unrecht beschuldigt

Montag, 10. Juni 2013 |  NAI-Redaktion

Rund 100.000 Menschen haben an der Schwulen- und Lesbenparade in Tel Aviv (Foto) teilgenommen. Ein Großteil der Teilnehmer war dafür eigens aus dem Ausland angereist. Darunter war auch das erste schwule Paar, das erst vor kurzem in Frankreich geheiratet hatte. Bei der Parade wurde der Opfer einer Schießerei in einem Schwulenzentrum in Tel Aviv gedacht, die vor vier Jahren zwei Tote und elf Verletzte gefordert hatte. Schwulenverbände und Linksaktivisten hatten über Jahre hinweg gegen religiöse Juden gewettert, die dort aus Hass gegen Homosexuelle gemordet hätten. Vor wenigen Tagen nahm die Polizei nun vier Männer aus dem kriminellen Milieu unter dringendem Tatverdacht fest. Die Politiker der israelischen Linken weigern sich jedoch, sich bei den Religiösen für ihre falschen Vorwürfe zu entschuldigen.

Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass es sich bei der Schießerei in dem Club wohl um einen Racheakt handelte. Der Manager des Clubs soll einen jungen Mann vergewaltigt haben. Er ist mit den dringend Tatverdächtigen verwandt. Die linksorientierten Politiker hatten dem damaligen Innenminister Eli Yishai von der orthodoxen Schass-Partei schwere Vorwürfe gemacht, weil er nicht gegen strenggläubige Juden vorgegangen sei, die Homosexuelle hassten. Die Knesset-Abgeordneten Zehava Galon und Nitzan Horwitz, die jahrelang die Religiösen zu Unrecht an den Pranger gestellt haben, sehen dennoch keinen Grund, sich zu entschuldigen. Sie beharren darauf, es habe sich um ein „Hassverbrechen gegen ein Schwulenzentrum“ gehandelt.

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