Palästinenser bauen ihren Staat, neue Städte und Flughäfen

Montag, 10. Juni 2013 |  Tommy Mueller

Die Palästinenser schaffen Fakten für ihren zukünftigen Staat – auch ohne vorherige Verhandlungen mit Israel. Sie haben Pläne für riesige Bauprojekte im Westjordanland, dem biblischen Judäa und Samaria. Geplant ist der Bau von sechs neuen Städten, zwei Flughäfen, einem Hochtechnologiekomplex, einer Universität und mehreren Autobahnen, um dies alles miteinander zu verbinden. Das berichtet die größte hebräische Tageszeitung Israels, Yedioth Ahnoroth. Sie beruft sich auf ihr vorliegende Dokumente eines „Fayyad-Plans“, benannt nach dem kürzlich zurückgetretenen palästinensischen Ministerpräsidenten. Etliche dieser Projekte werden dem Bericht zufolge vom Ausland finanziert, insbesondere von Deutschland.

Die zwei Flughäfen sollen in Ost-Jerusalem und im Jordantal gebaut werden. Am Ufer des Toten Meeres wollen die Palästinenser eine Touristenstadt mit dem Namen „Mondlicht“ errichten. Zudem sieht der Plan dem Bericht zufolge vor, dass die Palästinenser besseren Zugang zu den Wasser- und Energie-Ressourcen erhalten. Die meisten dieser Bauprojekte liegen in Gebieten, die derzeit von Israel verwaltet werden. Die Palästinenser sind jedoch zuversichtlich, dass ihre Bauprojekte genehmigt werden. Dies könne als „vertrauensbildende Maßnahme“ für Friedensgespräche gelten, auf die die USA drängen.

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