Frau bringt Mädchen zur Welt – Vater vor sechs Jahren an Krebs gestorben

Dienstag, 11. Juni 2013 |  Tommy Mueller

Eine alleinstehende Frau Mitte 30 hat in Israel ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Es ist jetzt drei Wochen alt. Ihre Mutter hat den Vater nie persönlich kennengelernt. Der war vor sechs Jahren im Alter von 30 Jahren an Krebs gestorben. Der unverheiratete Mann hatte vor seiner Chemotherapie Samenzellen einfrieren lassen. Nach seinem Tod suchten seine Eltern nach einer Frau, die sich ein Kind wünschte. Sie ließ sich dann mit einer der eingefrorenen Samenzellen des Toten befruchten. Nach israelischen Medienberichten sind alle Beteiligten überglücklich: Die Mutter, weil ihr Kinderwunsch in Erfüllung ging, und die Großeltern, die nach dem schmerzlichen Verlust ihres Sohnes einen neuen Sonnenstrahl in ihrem Leben sehen.

Die Großeltern wurden unterstützt von Irit Rosenblum, Familien-Rechtsanwältin und Gründerin der Organisation "New Family" in Israel. Sie setzt sich für das Recht auf Nachkommen auch bei schwerer Krankheit oder nach dem Tod ein. "Es ist sehr bewegend zu sehen, wie natürlich die Beziehung zwischen Mutter und Kind ist und wie liebevoll die Großeltern sind", so Rosenblum. Großeltern und Mutter verstünden sich sehr gut. Der verstorbene Kindesvater habe sich immer eine solche Frau gewünscht, berichten dessen Eltern. Der entscheidende Vorteil für das Neugeborene sei, dass es anders als bei einer anonymen Samenspende wisse, wer der Vater war und in engem Kontakt zu dessen Familie aufwachse. In Israel sind derzeit zwei weitere Frauen schwanger von Vätern, die schon vor Jahren verstorben sind.

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