Militär verteilt 10.000 Gasmasken an die arabische Bevölkerung

Mittwoch, 12. Juni 2013 |  Vanessa Biermann

Israelische Soldaten haben am Mittwoch mehr als 10.000 Gasmasken an die arabische Bevölkerung in Kfar Qara und Baka al-Gharbia in Wadi Ara verteilt. Das war nötig, da nach Schätzungen des Heimatfront-Kommandos des israelischen Militärs nur wenige Araber Gasmasken besitzen, die ihnen bei Giftgas-Angriffen das Leben retten. Das Heimatfront-Kommando hofft nun, dass nach dieser Aktion die mehr als 100.000 Araber in der Region verstärkt die Verteilstellen in den örtlichen Postfilialen aufsuchen und sich mit Schutzausrüstungen eindecken. Wie das Militär mitteilte, war diese Verteil-Aktion die erste ihrer Art.

Seit einigen Jahren kooperieren das militärische Heimatfront-Kommando und der arabische Sektor verstärkt – hauptsächlich aufgrund der Hisbollah-Raketen, die während des Libanon-Krieges ganze Siedlungen der Araber zerstört hatten. In Abu Gosch in der Nähe von Jerusalem sowie in arabischen Dörfern im Norden arbeitet eine freiwillige Kommandoeinheit. In Abstimmung mit den lokalen Sicherheitsbeauftragten gibt sie Erste-Hilfe-Kurse für Zivilisten. Darüber hinaus werden regelmäßig landesweit Notfallübungen durchgeführt. Außerdem besuchen Soldaten des Heimatfront-Kommandos arabische Schulen und üben mit den Kindern das richtige Verhalten bei Notfällen. „Die arabische Bevölkerung giert nach Wissen auf diesem Gebiet“, erklärte dazu ein Offizier des Heimatfront-Kommandos.

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