Israels Existenz widerlegt christliche „Ersatz-Theologie“

Mittwoch, 12. Juni 2013 |  Ryan Jones

In einem Artikel für eine israelische Lokalzeitung hat sich der Rabbiner Moshe Chaim Har-Noy besorgt gezeigt, weil sich noch immer viele bibelgläubige Juden weigern, die Wiedergeburt des jüdischen Staates zu feiern. Har-Noy machte darauf aufmerksam, dass die christlichen Kirchen Jahrhunderte lang argumentiert hätten, Gott habe anstelle der Juden die Christen zu seinem „auserwählten Volk“ gemacht („Ersatz-Theologie“). Die Juden hätten deshalb ihren Status als Nation verloren. „Dann kam der Holocaust und die grausame Vernichtung eines Drittels unseres Volkes. Für die Christen war das der unwiderlegbare Beweis, dass das 'auserwählte Volk' nie mehr aufstehen würde.“ Aber, so der Rabbi weiter, „dann wurde der Staat Israel gegründet.“

Die Wiedergeburt des Staates Israel war nach Ansicht von Rabbi Har-Noy sowohl ein tiefes geistliches Ereignis als auch die Einrichtung eines sicheren Hafens für Juden. „Deshalb ist der Unabhängigkeitstag zuallererst ein Fest, bei dem der Auferstehung des jüdischen Volkes aus dem Staub gedacht wird.“ Vor diesem Hintergrund könnten Juden doch nicht die alten Gebete und Schriften rezitieren, ohne den modernen „heiligen Tag“ der prophezeiten Wiedergeburt Israels zu würdigen. Rabbi Har-Noy kommt letztlich zu der Feststellung: „Wir müssen annehmen, was unsere Vorgänger-Generationen uns überlassen haben, und dieses wunderbare Geschenk, den Staat Israel, weiter veredeln.“

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