Gaza-Kinder üben im Sommerlager die Entführung von Israelis

Donnerstag, 13. Juni 2013 |  Tommy Mueller

Bei einem Sommerlager in den Sanddünen von Rafah im Gazastreifen werden palästinensische Kinder trainiert: Sie tragen Militäruniformen, haben geschminkte Gesichter, hantieren mit Spielzeug-Maschinengewehren und üben die Entführung von israelischen Soldaten. Außerdem springen die Jungen über Feuerstellen und lernen, wie man unter Stacheldraht hindurch kriecht. Sie sind zwischen sechs und 16 Jahre alt. Veranstalter des Sommerlagers sind die Extremisten des „Islamischen Dschihad“. Sie sorgen zudem für eine religiöse Unterweisung der Teilnehmer, wobei sie den „Heiligen Krieg“ gegen Israel mit dem Koran begründen.

Um die „Entführung“ des israelischen Soldaten realistisch zu spielen, wurde ein nachgebauter „Militär-Außenposten“ mit israelischen Flaggen ausgestattet. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, die Veranstalter rechneten im Laufe des Sommers mit mehreren tausend Teilnehmern. Der Besuch des Sommerlagers, bei denen den Kindern der Hass gegen Israel eingeimpft wird, ist kostenlos. Zum Programm gehören auch Übungen, wie man am wirkungsvollsten Steine und Feuerbomben wirft und sich in der Wüste am besten versteckt. Ein Sprecher des islamischen Dschihad, Daoud Shibab, erklärte: „Wir trainieren hier die nächste Generation von Palästinensern, wie sie sich und ihr Volk gegen die israelischen Angriffe verteidigen können.“

Palästinensische Kinder werden schon im Kindergarten-Alter mit anti-jüdischen Hassparolen konfrontiert. Für Aufsehen sorgte ein Zeichentrickfilm im palästinensischen Fernsehen, in dem Selbstmord-Attentäter als sympathische Helden und Märtyrer dargestellt wurden.

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