Syrische Kinder in israelischen Krankenhäusern

Donnerstag, 27. Juni 2013 |  nai news

Einem Bericht des israelischen Nachrichtenportals ynet zufolge werden immer mehr syrische Kinder, die im dortigen Bürgerkrieg verletzt werden, zur Behandlung nach Israel gebracht. Anfangs waren es eher nur junge Menschen im Alter zwischen 20 und 30.

In Naharija ist ein junges Mädchen (12) stationiert, das zahlreiche Knochenbrüche erlitten hat und bereits sieben Mal operiert worden ist. Am Mittwochabend wurden zwei Jungen, 9 und 15, nach Israel gebracht. Damit gibt es mittlerweile 100 syrische Bürgerkriegsopfer in israelischen Krankenhäusern. Der jüngere der beiden hat bei einem Granatenangriff ein Auge verloren, sein Bein ist von Granatsplittern getroffen worden. Dem 15-Jährigen wurde bei einem Bombenangriff der Unterkiefer und etliche Knochen gebrochen, seine Wunden eitern.

Bei einigen syrischen Verletzten fanden die israelischen Ärzte arabische Notizen mit einer ersten Diagnose ihrer syrischen Kollegen. Leichtverwundete werden üblicherweise nach einer Behandlung an der Grenze gleich wieder zurückgeschickt. Schwerverwundete werden ins Krankenhaus gebracht. Das Krankenhauspersonal darf mit den Syrern nur über ihre medizinische Verfassung reden, ordnete die Armee an. Jedem Patienten wird zudem ein Soldat zur Seite gestellt, der aufpasst, dass der syrische Patient nicht fotografiert wird und sicher ist. Das Bild könnte im Bürgerkriegsland in die falschen Hände geraten, ganze Familien wären in Gefahr.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.