Machtwechsel in Ägypten: Israel befürchtet Terrorangriffe

Donnerstag, 4. Juli 2013 |  NAI-Redaktion

Nach dem Machtwechsel in Ägypten wächst bei den israelischen Sicherheitsbehörden die Angst vor neuen Terroranschlägen. Der frühere Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer erklärte, Israel habe mit den Ägyptern unter Führung des jetzt abgesetzten Präsidenten Mursi gut zusammengearbeitet. Nun müsse man die weitere Entwicklung genau beobachten. Von den aktuellen Regierungsmitgliedern gab es keine Kommentare zum Scheitern der Muslim-Bruderschaft im Nachbarland: Das Büro von Regierungschef Netanjahu hatte die Kabinettsmitglieder gebeten, sich mit öffentlichen Aussagen zurückzuhalten.

In den vergangenen Tagen wurde die Militärpräsenz entlang der israelisch-ägyptischen Grenze verstärkt – auf beiden Seiten. Und auch die im Gazastreifen regierende islamistische Hamas zeigte Präsenz an den Grenzübergängen (Foto).

Die ägyptische Armee soll verhindern, dass Hamas-Terroristen aus dem Gazastreifen nach Ägypten gelangen, um von dort aus den Transport von Waffen durch Schmuggeltunnel nach Gaza zu organisieren. Israelische Fachleute gehen davon aus, dass die instabile Lage in Ägypten es dem Militär sehr schwer machen wird, die Sinai-Halbinsel zu kontrollieren. Terroristen des Islamischen Dschihad könnten das ausnutzen, um Anschläge gegen israelische und ägyptische Soldaten auszuführen.

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