Polizei warnt jüdische Kinder: Keine Verbeugungen auf dem Tempelberg

Dienstag, 9. Juli 2013 |  Tommy Mueller

Wo einst der jüdische Tempel stand, befinden sich heute der Felsendom und die Al Aksa-Moschee. Das gesamte Gelände oberhalb der sogenannten Klagemauer steht unter muslimischer Verwaltung. Juden dürfen dort nicht beten oder andere religiöse Handlungen ausführen – und die israelische Polizei ist fest entschlossen, diese Vorschrift durchzusetzen. Das wurde am Montag deutlich, als rund 150 jüdische Schulkinder den Tempelberg besuchten. Augenzeugen berichteten, einige Kinder hätten sich aus Respekt vor der Heiligen Stätte verbeugt. Daraufhin hätten sofort Polizeioffiziere eingegriffen, die Kinder ermahnt und mit der Verhaftung der Tour-Leiter gedroht.

Die Kinder hatten zuvor eine Stunde in der Hitze warten müssen, bevor ihnen der Zutritt zum Tempelberg gewährt wurde. Sie mussten sich in drei Gruppen aufteilen – angeblich, weil zu große Gruppen die muslimischen Beter stören würden. Muslimische Gruppen hatten in der Vergangenheit immer wieder ihren Unmut über den Besuch jüdischer Gruppen zum Ausdruck gebracht. Juden, die auf dem Tempelberg beteten, wurden von der Polizei festgenommen. Muslimische Gruppen drohten mit Unruhen, falls sich solche Vorkommnisse wiederholen sollten.

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